Dienstag, 20. Mai 2008

Gast Post is the best Post

Gastbeitrag

by Tristan

Da mein Franzosen Kumpel Michel aus Silberberga ja schon einen sehr ausführlichen Bericht geschrieben hat, werde ich nur noch die kleinen Abenteuer während seiner Abwesenheit hinterleuchten. Viel Spaß meine kleinen Leseratten :-)

Hinflug

Pünktlich 9.Uhr MEZ verließen wir die berüchtigte New Traubling double you gee, um uns Richtung Landeshauptstadt aufzumachen und unseren lieb gewonnen Franzosenbengl Michael H. vom S. der zz. sein Auslandssemester in Toulouse, (Frankreich) absolviert, zu besuchen. Freundlicherweise war Herr Franz-Josef Strauss bereit, uns seinen kleinen Flughafen in Erding zur Verfügung zu stellen. Bereits Richtung Autobahn unterwegs fiel uns plötzlich ein, dass wir gar keinen Reiseproviant (in Fachkreisen als Becks Gold bekannt) eingepackt hatten. Bereitwillig und ohne murren kehrten wir selbstverständlich augenblicklich um uns beim heimischen Netto Supermarkt einzudecken. Die Tatsache dass Becks Gold aus war und wir kurzerhand auf das normale Becks umdisponieren mussten, tat der Stimmung keinen Abbruch, und so wurde die erste Halbe bereits nach ca. 2 Min. Autofahrt geköpft.

DJ „Still Dre Day Ni****“ AK Ni**** war bestens auf die Fahrt vorbereitet, so dass wieder einige HipHop Klassiker aus unserer Oldschool Jugend aus dem Speaker ertönten. Ein paar Bierchen später kamen wir schließlich in einem kleinen Vorort bei Erding an, wo wir uns entschieden bei einem Park & Shuttle Service unser Gangsta-Mobil zu parken. Mit einem allseits freundlichen „Hallo“ in bekannter Oktave, wurde unser Fahrer begrüßt, der uns vermutlich für Mallorca Urlauber hielt, da wir einen nicht ganz nüchternen Eindruck hinterließen.

Schließlich am Airport angekommen, checkten wir beiden Globe-Trotter Professionell ein und warteten in der Wartehalle auf unseren Aufruf. Wir vertrieben uns die Zeit mit sammeln sämtlicher Gratis-Zeitungen, die Lufthansa uns anbot. Aus Langeweile fotografierte ich die gerade ankommende Lufthansamaschine, als ich bemerkte dass 3 VIP Service Audi zum Cockpit fuhren, um anscheinend einen Promi abzuholen. Gemeinsam rätseln wir wer dass wohl sein könnte, als anschließend kein geringerer als Bayerns Ex-Ministerpräsident Edmund Stoiber (formerly known as Stotter Ede) aus der Maschine stieg. Leider ist das Foto nicht besonders gut, da ich ihn nur von hinten erwischte.

Als er ca. 5Min. weg war fragte uns die Lufthansa Mitarbeiterin ob wir wüssten wer da gerade gelandet war und wir erzählten stolz gerade Edmund Stoiber gesichtet zu haben, als sie uns den absoluten Hammer (und gleichzeitig dass ärgerlichste am ganzem Urlaub…) erzählte: Die soeben gelandete Maschine war die des FC Bayern München mit kompletter Mannschaft, ankommend aus St. Petersburg!!! Die komplette FC Bayern Mannschaft ist nur 200m neben uns vorbeigegangen, während wir aus Langeweile Zeitung gesammelt und Bier getrunken haben!!!! :-(

Anschließend etwas deprimiert im Flieger sitzend sollte uns doch schon bald ein anderes Ereignis wieder aufheitern. Zwei Stewardessen die dafür sorgten dass die Aussage: „Service-Wüste Deutschland“ bei Lufthansa auf keinen Fall zutrifft! Sie lasen uns förmlich jeden Wunsch von den Lippen, empfahlen uns Cocktails und Longdrinks. Sätze wie:„Wenn er ihnen nicht schmeckt, lassen sie ihn bitte zurückgeben, ich mache dann sofort einen anderen für Sie“ ließen mich kurzeitig glauben, mich im Himmel zu befinden (was ja letztendlich auch der Tatsache entsprach:-)

Am Aeroport Toulouse Blagnac angekommen musste noch schnell der Kapitän ein Foto mit uns und den beiden Ausnahme Stewardessen knipsen.

Bevor uns auch schon Stan the „j'ai des vent -ich hab winde“ Man (Erklärung folgt später) abholte. Das Abenteuer konnte beginnen…

Sinnlos Besoffen

Der Tag am Meer hat uns viel Kraft und letztlich wg. dem Rückreiseverkehr und damit verbunden Stau auch sehr viel Nerven. Es war inzwischen schon 23Uhr und auf weggehen hatte keiner mehr Lust. Hinzu kam dass Höllenbouncer und der „Herr der Winde“ am nächsten Tag in die Arbeit mussten und schon zeitig ins Bett gingen. Kunert und ich wollten noch einen kleinen Gute Nacht Schnaps trinken und dann ebenfalls schlafen. Unser Vermieter schaute im Wohnzimmer fern, was uns auf Grund von sprachlichen Barrieren verwehrt blieb und so gesellten wir uns an den Esszimmer Tisch, wo die 1,5 Liter Flasche Gin uns etwas herausfordernd, ich möchte schon fast sagen provozierend ansah. Kunert hatte die Idee zu einem Trinkspiel, was wahrscheinlich das dümmste ist was einem am Sonntagabend um 23 Uhr einfallen kann. Das Fazit war, dass wir es schließlich schafften fast die komplette Flasche auszutrinken und stockbesoffen irgendwann (jeder hatte am nächsten Tag nen Filmriss und keiner von uns Trotteln wusste wie wir ins Bett gelangt sind…) ins Bett gewankt sind. Natürlich hatten wir es auch nicht mehr geschafft die Gläser abzuräumen, geschweige denn die Spielkarten, die fürs Trinkspiel benötigt wurden. Verständlicherweise existieren von diesem Abend keine Fotos, bis auf das der Flasche

Abschließend möchte ich noch festhalten das Trinkspiel verloren bzw. gewonnen zu haben, je nachdem wie manes sieht.

Sightsseing / Essen

Am nächsten Tag wachten wir völlig verkatert in Helous Zimmer auf mit ein paar Erinnerungsfetzen an den gestrigen Abend und der Erkenntnis wie bescheuert die Aktion war. Dennoch wollten wir den Tag aufgrund des noch vorhandenen Rauschpegels nicht einfach sinnlos verstreichen lassen, sondern machten uns hochmotiviert in die Stadt auf, um Essen zu gehen. Nach ca. 30 Min gingen wir in ein Restaurant dass unseren Ansprüchen als Beer Account Botschafter und den somit vorhanden Diplomaten Status gerecht wurde. Leider war die Karte komplett auf Französisch weswegen keiner wusste was er eigentl. bestellt hatte J Auch wenn es am Foto nicht so appetitlich aussehen mag, mein Fisch mit Muscheln schmeckte gar exquisit.

Die mitgelieferte Flasche Wasser wurde aus Brand Gründen ziemlich schnell geleert und wir machten uns auf den Weg in die Innenstadt.

Um in Ruhe ein paar Postkarten an die Lieben zuhause schreiben zu können, beschlossen wir kurzerhand in ner Teestube (ist so ähnlich wie ein Café, nur gibt’s stattdessen lediglich Tee J)zu gehen, um bei ein paar gemütlichen Kännchen zu relaxen.

Dies war nicht ohne Folgen, denn schon bald mussten wir den Tee wieder ausscheiden, was zu einem echten Spektakel angesichts der uns zugewiesenen Toilette wurde.

Ein schöne Toilette mitten im Innenhof mit liebevoll angefertigten Flügeltüren. Der Rest des Tages war dann nicht mehr so spektakulär, bis auf die Tatsache dass wir uns vermutl. Aufgrund des Schlafmangels wie kleine Kinder uns gegenseitig genervt haben.

Rückflug

Nachdem Helou uns am Abend noch ein paar witzige Geschichten zum Thema „ Stockbesoffen ins Bett rankeln“ erzählt hatte, war es auch schon wieder Zeit die Koffer zu packen und uns zu verabschieden. Diesmal allerdings ließ es sich Michel aus Silberberga nicht nehmen seine Freunde höchstpersönlich zum Flughafen zu fahren, während Stan the „der Orkan“ the Man, zuhause die Sektkorken knallen ließ. Wieder in München angekommen bemerkte Kunert leider erst bei der Gepäckabfertigung dass er seinen Reisepass im Flugzeug hat liegen lassen, sodass wir erst verspätet bei unserem Auto ankamen. Zu allem Überfluss fiel bei der Rückfahrt auch noch das rechte Abblendlicht unseres Gangsta-Mobil aus, so dass wir von entgegenkommenden Fahrzeugen nur als Motorrad wahrgenommen wurden, und die Heimfahrt sich als Lebensgefährlich erwies. Doch zum Glück fiel die zweite Glühbirne nicht auch noch aus und wir kamen gut zuhause an.

Ich möchte mich hiermit noch mal recht herzlich beim Bouncer sowie seinen Vermietern Tibault und Anne für die Einladung sowie den großen Erduldungsgrad bedanken. Des Weiteren möchte ich mich nochmal bei Stan the „Tim Mälzer“ Man für seine tollen Kochkünste und seine ebenfalls große Geduld bedanken. Ich hoffe du kommst mal, wieder zurück in Regensburg, auf ein paar Bierchen mit.

Au revoir,

Tristan

Bemerkung: In Frankreich gibt es keinen Ausdruck für pupsen. Man sagt da: j'ai des vent, was ungefähr soviel bedeutet wie: „ich hab Winde“ :-)

Freitag, 16. Mai 2008

kunert&triza besuch part 3 (sonntag)

Da aller guten Dinge drei sind hau ich jetzt einfach auch noch nen Bericht zum Sonntag raus.
Nach erneut ziemlich wenig Schlaf, diesmal zu dritt in meinem Zimmer (Triza auf der Matratze; Kunert und ich im Bett), beschlossen wir ans Mittelmeer nach Narbonne zu fahren.
Stan "mir fällt langsam nichts mehr ein" the man ließ es sich nicht nehmen uns persönlich zu fahren. Ich weiß nicht was überwiegt hat: Die Angst um sein Auto, oder die Lust auf Strand und eventuell Modellfliegen am Meer, aber dafür nen Tag mit 3 Irren ;)
Naja, nach ca. 170km und 25Euro Maut erreichten wir dann das Meer:


Dort wurde dann der Nachmittag verbracht. Leider war das Wasser noch zu kalt zum baden. Und leider war Stan der einzige der sich ohne Probleme sonnen konnte. Alle anderen hatten so einen starken Sonnenbrand vom Samstag, dass das eher weniger angenehm war. Trotz noch extra gekaufter Sonnencreme. Aber wir trösteten uns mit dem guten Trank vom Herrn Kronenbourg.


Nachdem wir dann unser Auto wieder gefunden hatten sind wir ca. ne Stunde im Stau gestanden für schlappe 5km, da die direkte Strasse gesperrt war.
Jetzt kam der kleine Hunger und wir suchten uns ein schönes Restaurant am Strassenrand, da die Franzosen ja bekannt sind für ihre exquisite Küche.
Beim Mc Donalds hats dann auch ganz gut geschmeckt und wir haben uns wieder auf den Weg Richtung Toulouse gemacht.
Da der Donnerstag frei war und viele somit übers verlängerte Wochenende weggefahren sind kamen wir eher schlecht als recht voran.

Wir beschlossen dann in Carcassonne nochmal halt zu machen um die dortige Burg zu besichtigen.




Da Kunert nur seine kurze Badehose und Flip Flops dabei hatte und ihm kalt war, nahm er einfach ein Handtuch mit auf die Burg.
Wir mussten dann feststellen, dass hinter den Mauern ein Restaurant neben dem anderen war und viele Leute dort ihr Abendessen zu sich genommen haben und dementsprechend gekleidet waren.
Also ich sags mal so: Overdressed waren wir und besonders Kunert auf keinen Fall :-)


Jetzt noch ein letztes Foto vor der Burg, und dann gings heim.


Erreichten die Wohnung erst so gegen 23.00uhr, und da stan und ich nächsten morgen arbeiten mussten war für uns der Abend gelaufen und wir gingen ins Bett.
Kunert und Triza genehmigten sich noch einen kleinen Gute Nacht Schnaps....

Donnerstag, 15. Mai 2008

kunert&triza besuch part 2 (samstag)

Am Samstag nach guten 5 Stunden Schlaf neben Kunert, der den ganzen Wohnkomplex in den Schlaf geschnarcht hatte, ging es bei guten 27°C Richtung prairie des filtres, einer Wiese an der Garonne.(links am Bildrand zu sehen)


Natürlich dachte keiner von uns an Sonnencreme und da wir trotz komplett gefülltem Rucksack mit Bier noch welches am Kiosk vor Ort nachkaufen mussten, spürten wir die Sonne auch bald nicht mehr so ;)
Gegen Abend nach dem duschen sollte sich das leider ändern.


Da an diesem Abend Paris St. Germain gg Toulouse um den Abstieg spielte waren rund um das Gelände hunderte Paris St. Germain Fans, die an der Garonne die Zeit vor dem Spiel verbrachten. Triza, der rasende, furchtlose Reporter von Beer-Account TV hat sich kurz unter die besoffene Menge gemischt um vor Ort Bilder zu machen.



Am späten Nachmittag brachen wir auf, um von Danas Wohnung eine Matratze zu holen, auf der Triza schlafen sollte.


Die Couch am Freitag war dann doch nur eine Lösung im absoluten Vollrausch. Also trugen wir das gute Stück ca. 2km quer durch die Stadt. Als guter Gastgeber half ich natürlich beim Tragen. Auf dem Bild unten sind wir gerade am Gefängnis der Stadt vorbeigegangen.


Als das dann endlich geschafft war und wir geduscht und gegessen hatten, wurde der Abend mit
einem kleinen Pokerspielchen eingeläutet, um dann zum Place St. Pierre weiterzugehen.
Dort ging es zuerst in die Bar Basque, wo sich unsere Wundergläser immer wieder von selbst auffülten ;) Das gute Kronenbourg kann man schon mal mitnehmen zum weggehen bei den Preisen.

Danach gings noch im Chez TonTon weiter. Das wildeste passierte uns dann um ca. 4.00Uhr vor den ganzen Bars.
Auf einmal kam eine mit Minirock und gutem Ausschnitt auf uns zu, und wollte uns ihre Handynummer für 10Euro verkaufen. Wir können sie dann nächste Woche anrufen, und sie macht dann alles was wir wollen. Geistesgegenwärtig zog Triza dann sein Handy raus und filmte das ganze ein bißchen. Dann sagte sie das allerwildeste zu mir, was je wer zu mir gesagt hat. O-Ton: Ja, ihr seid ja zu dritt, aber das ist kein Problem, denn ich hab ja 3 Löcher (und zeigte mit ihren Händen auf ihre 3 Löcher ;)
Nachdem ich das den anderen erzählt hatte wars natürlich total vorbei mit uns. Da wir ordentliche Burschen sind merkte sie bald, dass wir ihr keine 10Euro geben werden und ging weiter.
Leider ist das Video auf Grund von Rausch und Dunkelheit nicht besonders gut geworden. Evtl. liefere ich es nach, wenn Tristan es mir mal schicken würde...

Hier noch das Abschlussfoto des Tages. Triza hat in seinem besten französisch der vorbeieilenden frau zu verstehen gegeben, dass sie ns fotografieren soll ;)

Mittwoch, 14. Mai 2008

kunert&triza besuch part1 (freitag)

Da ich am Freitag bezahlten Urlaub hatte, weil keiner meiner Vorgesetzte in der Arbeit war (gute Regel von Conti) erwartete ich Kunert und Triza in unserer Wohnung, während Stan das Vergnügen hatte beide abzuholen.
Leicht angeheitert durch die zahlreichen Getränke im Flugzeug trafen sie dann um 16.00Uhr ein.
Wir machten uns aber gleich wieder auf den Weg zum Supermarkt um Bier für die kommenden Tage zu kaufen. (natürlich die guten alten 0,25l Flaschen ;)


Danach gabs erst mal gute Spaghetti à la Haugenried um unsere Körper auf den Abend vorzubereiten:


Nach ca. 2stündiger Aufwärmphase mit dem guten Kronenbourg Bier und den letzten Resten des Andorra Wodkas und Gins machten wir uns auf den Weg in die Stadt.
Auch kulturell ließen wir uns nicht lumpen und nahmen noch das Denkmal auf dem Weg zum Café Populaire mit.


Danach wurde natürlich sofort das gute 13er Tablett bestellt und Kunert fand sogar einen wilden Franzosen der auch englisch sprach. Die Annäherungen zum anderen Geschlecht wären durchaus möglich gewesen, scheiterten aber an der Sprachbarriere.


Auf dem Heimweg trafen wir dann noch 2 horror wilde und komplett besoffene Franzosen, die aber sogar ein bisschen deutsch gesprochen haben. Triza hatte auch ein tolles Gespräch mit dem einen Franzosen. Er wollte ihn immer davon überzeugen, dass er eine scheiße ist. Aber der Franzose hat das verstanden und in seinem Rausch immer gesagt: Ich bin keine Scheiße (gesprochen: isch biiin keinö scheißö)


In der Wohnung angekommen schlief Triza dann samt Kleidern auf der Couch nach ca. 10Sekunden ein. Alle anderen haben sämtliche Semmelvorräte mit Salami, Käse und sogar gekochten Eiern aufgegessen.

Das war jetzt der erste Streich, doch der zweite folgte sogleich!!!

Dienstag, 13. Mai 2008

Back to France

Nach einem super Kurzurlaub in Deutschland sind der Man und ich gerade wieder in Toulouse angekommen.

Am Münchner Flughafen hat sich heute ein Kreis geschlossen, denn wir haben in der nachgebauten Allianz Arena am Flughafen, das Spiel Bayern vs. Getafe angeschaut und haben so die Tore, die uns durch den Ausfall des Internets verweigert wurden doch noch gesehen.
Und die Wartezeit auf den Start des Fliegers war auch sinnvoll genutzt ;)


Ich kann nur sagen: Danke Allianz und Danke Luca Toni!!!!

Im Flieger saß dann ein Italiener neben mir, der sehr gesprächig war.
Also falls es wen interessiert:
Luigi wohnt in Neapel und hat 2 Töchter mit seiner Frau.
Aber er liebt alle Frauen und probiert deshalb in Toulouse schon mal die eine oder andere Französin aus. Weil Frauen sind einfach seine Leidenschaft, so wie manche Leute Autos mögen ;)
Wir haben dann noch den restlichen Flug über Pele, sämtliche italienische Spieler und über das Spiel des Jahrhunderts 1970 Deutschland gg Italien geredet.
Er hätte mich dann auch noch mit seinem Kumpel zur Wohnung gefahren, aber ich hatte ja Stan dabei, und der war im Flugzeug nicht so gesprächig wie ich und hätte leider keinen Platz mehr gehabt im Auto. That's the shit.

PS: Bericht zum Triza/Kunert Besuch folgt in kürzester Kürze

Donnerstag, 8. Mai 2008

Hot shit

  • Viele haben es angekündigt, aber Triza und Kunert haben es als einzige geschafft!!! Bericht zum letzten Wochenende folgt in den nächsten Tagen.

  • Mit 30minütiger Verspätung ist gestern um 21.50Uhr unsere Lufthansa Maschine (56 Passagiere; ich glaub was kleineres hat der Herr Lufthansa nicht mehr in seinem Sortiment) von Toulouse in Richtung München gestartet. Bedanken will ich mich bei der netten Lufthansa Flugbegleiterin, die mir 2 extra Sandwiches gebracht hat und Stan "ich halts nicht mehr aus" the man den Weg zum Klo freigemacht hat, ca. 3Minuten nach dem Start. (als die letzten Gäste noch ihr Gepäck im Flieger verstaut haben, hat er schon gefragt ob er noch schnell aufs Klo gehen kann, obwohl er vor 10Minuten am Flughafen schon mal war; ich habs wirklich nicht leicht mit ihm ;) Um 23.20Uhr waren wir dann endlich wieder auf bayerischem Boden und Katy hat uns vom Flughafen abgeholt. Wir haben Stan dann noch nach Haugenried gefahren, dass ca. am Ende der westlichen Zivilisation liegt und somit will ich nie mehr auch nur ein negatives Wort von ihm über Cham hören :-)

Montag, 21. April 2008

Katy-Besuch

Am 10.5-13.5 war Katy hier in Toulouse um sich vor Ort nach der Lage der Nation zu erkundigen.
Am Donnerstag Nachmittag holten Stan "Harry fahr den Wagen vor" the man und ich sie vom Flughafen ab und brachten sie rotz mörderischen Feierabendverkehr sicher in unsere Bleibe.
Leider fand am selben Abend das Wichtige Fussballspiel Bayern - Getafe statt und ich wollte ihr dieses Großereignis eigentlich langsam näher bringen.
Aber sie telefonierte nach ihrer Ankunft mit ihrem Vater, der dann auch mit mir redete und mich unüberhörbar fragte ob ich heute das spiel anschaue und meinte "katy soll sich nicht so haben ".

Naja, wo er recht hat, da hat er halt einfach mal recht. Die Geschichte zum Spiel is ja schon hier zu lesen gewesen.

Am Freitag hatte ich mir dann freigenommen, und hab Katy dann die Highlights von Toulouse gezeigt. Leider war das Wetter nicht ganz so gut und somit konnte ich Toulouse nicht von seiner besten Seite zeigen.

Freitag Abend sind wir dann noch in die Stadt aufgebrochen.

Das ist das Alex the Kiad (Justizvollzugsanstalt Schorndorf-Ost, Block 9) Kapuzen-Gangster Gedächtnis Foto. Wir haben dich nicht vergessen mein Freund. Halte durch.

Nachdem Katy, Dana und Stan schon bei uns à la Franzosenstyle 3Flaschen Wein getrunken hatten, machten sie in der Stadt gleich weiter.


Nur ich blieb bei den guten alten Cocktails:

Am Rückweg bildeten wir uns unbedingt ein, vor diesem Plakat ein Foto machen zu müssen. Leider kann ich jetzt nicht mehr genau nachvollziehen warum. Aber naja, ich stells mal rein ;)


Erwähnenswert ist auch noch der Samstagabend, als wir essen gegangen sind und vor der tür des Restaurants, in einer 20Meter Schlange standen und 45Minuten auf Einlass gewartet haben. Das kuriose daran war, das 2Stunden später als wir das Lokal verließen noch immer eine ca. 15Meter lange Schlange bis zur Strasse vor dem Lokal war.
Aber das Essen war echt gut. Da schenken sich die Franzosen nix.

Am Sonntag war dann endlich schönes Wetter (20°c) und wir sind nochmal in die Innenstadt von Toulouse und haben dort den Tag verbracht.
Und schon war das Wochenende wieder rum...

Donnerstag, 17. April 2008

Kontoeröffnung

Das es nicht leicht werden würde wussten wir, aber das eine Kontoeröffnung in Frankreich eine so endlose Odyssee ist, haben wir uns nicht mal träumen lassen.

Heute morgen war es endlich soweit: Wir haben unsere Bankkarte erhalten, und damit auch die Freigabe Geld auf unser Konto zu überweisen!!!! Somit endet ein langer Weg.


Vor ca. 5 Wochen:
Leider machte uns die für Praktikanten zuständige Sekretärin darauf aufmerksam, dass Continental unseren Lohn auf kein deutsches Konto überweisen wird.
Damals wohnten wir noch im Hotel und machten uns frohen Mutes zur Credit Agricole Bank auf. Wir mussten dafür extra früher von der Arbeit gehen, da Banken in Frankreich bereits um 17.00UHr schließen.
Natürlich gibt es ohne festen Wohnsitz kein Konto und wir sind unverrichteter Dinge heim gefahren.

Vor ca. 4 Wochen:
Daraufhin spazierten wir in die Bank, die uns jemand empfohlen hatte: BNP Paribas (wieder früher von der Arbeit heim)
Leider stellte sich heraus, dass nur ein vereinbarter Termin zum Konto führt, und so haben wir für den nächsten morgen, einen Termin ausgemacht.
Die Bank öffnet um 8.35Uhr, und zu dieser Zeit standen wir dann auch schon vor der Tür (Pünktlichkeit ist hier eigentlich nicht üblich; dementsprechend hat der Mann dann auch geschaut ;).
Nach dem Ausfüllen und Unterzeichnen von ca. 10 Formularen (gefühlte 100, da der Bankmann jedes Formular mit dem Einfingersuchsystem mittels Computer ausfüllte und auch nach dem 10ten Mal unsere Namen noch immer nicht schreiben konnte) ,von denen wir so gut wie gar nix verstanden haben, hat er dann gemeint, wir brauchen von Thibault ne Bestätigung, dass wir bei ihm wohnen.
Wir sind dann so um 11.15Uhr in der Arbeit angekommen!!

Am nächsten Tag sind wir dann mit der Bestätigung rein. Nach 20minütiger Wartezeit hat er uns dann gesagt, dass die Bestätiging nicht gültig ist und uns nen Vordruck gegeben (den er uns am Vortag natürlich nicht geben konnte).

Jetzt nahm Thibault die Sache in die Hand und da er telefonisch nichts erreicht hatte, fuhr er schnell mal zur Bank regelte das mit der Wohnbestätigung und brachte uns auch gleichzeitig noch unseren RIB mit, den wir für Continental benötigt haben. (sowas wie ne Bestätigung, das wir ein Konto besitzen).
Wir durften allerdings das Konto noch immer nicht nutzen, da erst die Karte da sein musste.

Vor ca. 2 Wochen:
Endlich bekamen wir den Brief mit unserer Geheimzahl und der Aufforderung die Karte zu holen. Gleich am nächsten Tag in der früh versuchten wir unser Glück. Leider konnte der gute Mann uns nichts aushändigen, da unsere Konten noch geprüft werden (???) und er sicherte uns zu, uns am nächsten Tag bescheid zu geben, wann die Prüfung beendet ist.

Vor einer Woche:
Nachdem er sich weitere 5 Tage nicht bei uns gemeldet hat, rief Thibault nochmal an und nach nem 30minütigen Gespräch teilte er uns mit wir können die Karten morgen abholen.
Am nächsten Tag war der Mann leider nicht in der Bank und die Frau am Schalter konnte uns die Karten unmöglich aushändigen.

Heute:
Wir haben die Karte erhalten!!!!

Montag, 14. April 2008

Hot news

  • Vom Donnerstag den 10.4.08 bis Sonntag den 13.4.08 hat mir Katy einen kleinen Kontrollbesuch abgestattet :-) Leider is das Wochenende scho wieder vorbei und ich bin wieder alleine.
  • Vom Freitag den 02.05.08 bis Montag den 05.05.08 werden die allseits bekannten Gentlemen Herr Tristan Bauer und Herr Andreas Kunert zu einem kleinen Kulturausflug nach Toulouse aufbrechen. Ich freue mich auf den Besuch und hoffe ein kulturelles Feuerwerk entfachen zu können :)
  • Auf Grund von zahlreichen Beschwerdebriefen und Hilferufen habe ich vom 8.5-13.5 schnell mal einen Flug nach Deutschland gebucht, um mich über die dortige Situation zu informieren. Muss mal schaun, ob noch alles in Ordnung ist ;) Dieser lange Zeitraum ist nur möglich, weil in Frankreich nicht nur wie bei uns der Pfingstmontag ein Feiertag ist, sondern auch der Donnerstag davor (Ende des 2ten Weltkriegs). Danke dafür an Frankreich, speziell an Herrn Charles de Gaulle.

Samstag, 12. April 2008

Bayern vs Getafe

Getafe ; Donnerstag 20:45Uhr ; Estadio Coliseum Alfonso Pérez
Die Spieler des FC Bayern München marschieren in ein 17000 Zuschauer fassendes Stadion in einem Vorort von Madrid ein, um dem Uefa Cup Gewinn ein kleines Stück näher zu kommen.

Toulouse ; Donnerstag 20:45Uhr ; rote Couch vor dem Fernseher
Stan the man und ich machen es uns auf der Couch vor dem Fernseher gemütlich, und freuen uns mit dem guten 25cl Kronenbourg Bier vom Lidl auf einen großen Uefa Cup Abend.


Als de la Red in der vierten Minute mit Rot vom Platz musste und Ribery den Freistoss an den Pfosten setzte, war für uns die Welt noch in Ordnung.


In der 42 Minute passierte dann das Unglück. Der Sender auf dem das Spiel lief, empfangen wir hier über Internet (warum auch immer) und dieses gab den Geist auf.
Das Gegentor sahen wir nur noch in hängenden Bildern und eine Minute später gab der Fernseher dann ganz den Geist auf.
Leider waren Anne und Thibault auswärts Essen und somit wuchs unsere Verzweiflung. Das einzige Gerät das uns noch mit der Aussenwelt verbunden hat war das Telefon, mit gratis Flatrate aufs deutsche Festnetz!!!!!!

Leider erreichte ich Kunert am WG-Telefon nicht und deshalb rief ich meine Eltern an (mehr Festnetznummern hab ich leider nicht im Handy-Telefonbuch).
Meine Mutter legte dann unser Telefon in Cham neben das Radio, das das Spiel live übertrug.
Somit starrten wir die nächsten 45Minuten + 30Minuten Verlängerung unser französisches Telefon an, dass zum Glück nen Lautsprecher hatte.
Da im Radio Fussball sowieso immer spannender rüberkommt standen wir kurz vor einem Herzinfarkt.
Der Akku, der fast leer war und ständig piepste, wurde zwischen regulärer Spielzeit und Verlängerung nochmal kurz aufgeladen und hielt wirklich durch.

Nach dem 3:1 in der 93Minute:


Und nach dem 3:2 durch Toni schöpften wir wieder Hoffung:


Ungefähr 10 Sekunden nachdem das 3:3 gefallen war und der Schiedsrichter abgepfiffen hatte kamen Anne und Thibault heim, die uns nun endgültig für total verrückt halten :-)
Ich kann dazu nur sagen: Wir holen den U-U-efa Cup und werden deutscher Meister!!!!!!

Montag, 7. April 2008

On the road again

Am letzten Samstag (5.4.08) waren wir wieder mal ein bißchen unterwegs.
Babs die beste Freundin von Dana war da, und nachdem wir uns hier kräftig mit Gin und Bier gestärkt hatten gings los.

Zuerst haben wir natürlich dem guten alten roten Hydranten von Stans Feuerwehrkumpanen unseren Respekt erwiesen.

Im Cafe Populaire holten wir uns erstmal wieder ne gute 13er Runde. Irgendwann gesellte sich dann dieses Sonderbare Wesen zu uns an den Tisch und erzählte Dana seine/ihre Lebensgeschichte.
Stan und ich rätselten ca. 10Minuten, ob es männlich oder weiblich war. Zum Glück haute SIE nach einer Viertel Stunde wieder ab und wir machten uns auf den Weg zum Place St. Pierre.

Auf dem Weg dorthin fand die ganz leicht angetrunkene Dana einen alten Besenstil mit dem sie einen Schuh "aufspießte". Hört sich komisch an, war aber so :-)


Sonst passierte eigentlich nichts aufregendes mehr, ausser das böse Zungen behauptet haben ich baggere fremde Mädels an. Sind aber alles nur Gerüchte. :-)

Mittwoch, 2. April 2008

Seltsames Frankreich (Part1)

Frankreich, eigentlich Nachbarland und man denkt, dass es uns eigentlich recht bekannt ist, so muss man feststellen, wenn man da ist, dass es doch viele kleinere und größere Unterschiede gibt:
Werde immer mal wieder ein paar gesammelte Sachen posten (ich hoffe es liest wer, außer Triza, danke mein Freund ;) :

Zuerst ein paar Punkte, die das Auto und den Verkehr betreffen:

  • französische Autos sind hier sehr beliebt; so sieht man vorwiegend Renault, Peugeot und Citroen rumfahren (wahrscheinlich vergleichbar mit Mercedes, BMW und VW bei uns, nur das unsere Autos einfach schöner anzusehen sind)
  • jedes dritte Auto fährt nur mit einem Seitenspiegel rum, der zweite wahlweise gar nicht vorhanden, oder herunterhängend mit tesa befestigt (evtl. kann man die hier so kaufen)
  • es gibt fast kein Auto, das keine Delle oder Schramme hat (Hab auch schon viele Franzosen gesehen, die wirklich beim ein und ausparken den Vorder- oder Hintermann "leicht" berühren)
  • das liegt auch an der aggressiven und rücksichtslosen, Verkehrsregeln missachtenden Fahrweise der Franzosen
  • eine komische Eigenart der Franzosen ist das blinken; das ist wie ein Hobby, sie blinken immer und überall; ganz links auf der Autobahn kann es schon mal passieren, dass der linke Blinker für 10Minuten einfach so angelassen wird.
  • und wenn neben dem Supermarkt an einer engen Straße kein Parkplatz frei ist, dann wird der Warnblinker angeschaltet und eine zweite Parkreihe eröffnet
Jetzt noch ein paar allgemeine Dinge:
  • Hier ist Red Bull verboten, warum auch immer!!!
  • man sieht wirklich immer und überall Leute mit Baguettes rumrennen
  • Franzosen übersetzen alles ins französische, es heisst sogar am Anfang bei den Simpsons "Les Simpsons"
  • hier wird alles mit Kreditkarte gezahlt; im Supermarkt an der Kasse dauerts deshalb eine halbe Ewigkeit; sogar in Bars kann man 2 Bier mit Kreditkarte zahlen (??)
  • hier gibts zB. im Supermarkt nur eine geringe Bierauswahl; ganz im Gegensatz zum Wein; da gibts riesige Regale zu Top Preisen (die spinnen die Franzosen); selbst bei Conti in der Kantine kann man zwischen ca. 10 verschiedenen Weinsorten zum Essen wählen
Zum Schluss will ich noch allen mitteilen, dass Stan"the Franzosenkappl" man schön langsam zum global player wird und sich traut sein Franzosenkappl auch schon mal zu Hause zu lassen!!!
Gratulation, mein Freund!!!